Sitzverhalten (Fernsehen) erhöht Risiko für Diabetes und Adipositas


In der Nurses' Health Study (USA) wurde bei über 50000 Frauen untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen körperlicher Inaktivität einerseits und einem erhöhten Gesamtrisiko für Diabetes ("Zuckerkrankheit") und Adipositas ("krankhaftes Übergewicht") andererseits gibt.

Dazu wurden kreislaufgesunde und nicht übergewichtige Frauen 6 Jahre lang in ihren Gewohnheiten beobachtet.

Ergebnis:
Sitzende Verhaltensweisen, hier in erster Linie der Fernsehkonsum, geht mit einem deutlich gesteigerten Risiko für Diabetes mellitus und Adipositas einher. Umgekehrt reduziert ein moderat-aktiver Lebensstil das Risiko für diese Erkrankungen signifikant.
Diese Studie unterstreicht somit, dass es wichtig ist, sitzende Tätigkeiten zeitlich zu begrenzen, um solchen immer häufiger auftretenden Krankheiten vorzubeugen.


Quelle: Journal of the American Medical Association (JAMA), Vol 289, No. 14, April 2003, S. 1785-1791


Mit welchem Body-Mass-Index (BMI) lebt man am längsten?


Forscher haben die Daten aus vielen großen Studien analysiert, in denen insgesamt 1,5 Millionen gesunde Erwachsene über 10 Jahre beobachtet wurden. Die eingetretenen Todesfälle wurden zum BMI in Relation gesetzt.
Dabei zeigte sich, dass sowohl Frauen als auch Männer die niedrigste Mortalität (Sterberate) haben, wenn der BMI zwischen 20 und 25 liegt. Untergewicht (Model-Maße!) sind danach ebenso wenig gesund wie Übergewicht; bei adipösen Patienten steigt die Sterbewahrscheinlichkeit mit dem BMI an.

Quelle: Berrington de Gonzalez et al: "Body-mass index and mortality among 1.46 million white adults", N Engl J Med 363 (2010),2211-2219